Hoffen auf das Bessere

Sybil Gräfin Schönfeldt ist die Grande Dame des deutschen Nachkriegsjournalismus. Die promovierte Germanistin und Kunstwissenschaftlerin, die einem österreichischen Adelsgeschlecht entstammt, etablierte in den 50er Jahren das Kinderbuch im Feuilleton. Und ihre Kolumnen zum Thema "Wie wir miteinander umgehen", die sie über viele Jahre für "ZEIT und "Stern" geschrieben hat, sind ein Plädoyer für ein respektvolles und tolerantes Miteinander.

Eine virtuos montierte Familiengeschichte, die fast beiläufig und mit genialer erzählerischer Leichtigkeit ein Stück epochaler Zeitgeschichte erzählt: den Zeitenwechsel von der Monarchie zur Demokratie. Ungemein reflektierend und persönlich erzählt Sybil Gräfin Schönfeldt, wie sie als Kind, als Studentin in Hamburg und Wien und später als junge Journalistin wie in einem Puzzle die Geschichte ihrer Familie entdeckt – eine vergangene Welt der Schlösser und Paläste, deren Protagonisten versuchen, sich in der neuen Zeit zurecht zu finden. Ein berührendes Zeitengemälde.

Hoffen auf das Bessere
Hoffen auf das Bessere
Sybil Gräfin Schönfeldt

SYBIL Gräfin Schönfeldt

Sybil Gräfin Schönfeldt wurde 1927 in Bochum geboren, heute lebt sie in Hamburg. Sie studierte Germanistik und Kunstgeschichte, 1951 promovierte sie zur Dr. Phil. Als Autorin, Journalistin, Übersetzerin und Rezensentin für diverse Zeitschriften, Zeitungen und den Rundfunk avancierte sie zu einer der bedeutendsten Stimmen des deutschsprachigen Nachkriegsjournalismus.

Seit 1954 schreibt sie für ZEIT, Rezensionen, Essays, Kommentare, und sie war Mitbegründerin des ZEIT-Magazins. Besonders hervorzuheben ist ihr Engagement für die Kinder- und Jugendbuchliteratur. Das zeigt sich zum einen in der Auswahl der von ihr übersetzten Bücher – „Alice im Wunderland“ von Lewis Carroll, „Prinz und Betteljunge“ von Mark Twain oder „Die Kinder von Arden“ von Edith Nesbit – zum anderen dadurch, dass sie 1969 das Hamburger Jugendforum gründete, als dessen Vorsitzende sie ab 1974 acht Jahre lang die Hamburger Kinderbuchwoche durchführte. 


Zahlreiche Klassiker der Weltliteratur wurden von ihr übersetzt - so „Die Nase“ von Nikolaj Gogol, „Das Märchen vom Zaren Saltan“ von Alexander Puschkin und „Kaschtanka“ von Anton Tschechow. Auch die klassische Liebesgeschichte von „Orpheus und Eurydike“ hat sie für Kinder in wunderschöne Worte gefasst.

Für Ihre Arbeit wurde sie, unter anderem, mit dem Deutschen Erzählerpreis, dem Deutschen Jugendbuchpreis und vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels mit der Plakette „Förderer des deutschen Buches“ ausgezeichnet. Seit 1980 führt sie im Auftrag des Börsenvereins des deutschen Buchhandels Buchbesprechungstage durch.

Sybil Gräfin Schönfeldt
Hoffen auf das Bessere
Vom langen Weg in eine neue Zeit 
Eine Familiengeschichte
ca. 220 Seiten, gebunden
mit zahlreichen Fotos
ISBN: 978-3-944660-00-4
19,99 € (D)
im August 2013 erschienen