Gesine Cukrowski, Karoline Eichhorn & Claudia Michelsen "Drei Frauen aus Deutschland - eine literarische Revue

In den Geschichtsbüchern wird Geschichte von Männern geschrieben. Frauen kommen dort nur als Randfiguren vor. In dem Projekt "Drei Frauen aus Deutschland" sieht das anders aus: Geschichte wird hier über die Biografien dreier spannender Frauen erzählt: Bettina von Arnim, Else Lasker-Schüler, Erika Mann. Schriftstellerinnen, die ihre Zeit mit wachen Augen beobachtet und mitgestaltet haben.


Erika Mann, die mit ihrem Ensemble “Pfeffermühle“, ihrem scharfzüngigen politischen Kabarett in Zürich, allabendlich für Saalschlachten mit schweizerischen NS-Anhängern sorgte, entwickelte sich im Laufe ihres Lebens von einer vergnügungssüchtigen Bohemienne zu einer politisch denkenden und aktiven Frau. Ähnlich provozierend waren schon Jahrzehnte vorher die Bürgerschreckauftritte der großen Lyrikerin Else Lasker-Schüler, der aus dem Deutschen Reich vertriebenen jüdischen Literatin. Und Bettine von Arnim, geborene Brentano, provozierte das bürgerliche und aristokratische Establishment ihrer Zeit mit ihren Sozialanklagen und ihrem Einsatz für Arme und Unterdrückte.


Leidenschaftlich gelebte Leben, ineinander verwoben. Amüsantes und Berührendes. Gegensätze und Parallelen. Eine stille, fesselnde literarische Revue. 


Die drei Frauen werden von den erstklassigen mehrfach ausgezeichneten Schauspielerinnen Gesine Cukrowski, Karoline Eichhorn und Claudia Michelsen verkörpert.


Sechs starke Frauen

Gesine Cukrowski - Rezitation
Karoline Eichhorn - Rezitation
Claudia Michelsen - Rezitation
Martin Mühleis - Textbearbeitung, Konzeption, Regie
Datum Ort  
26.08.2017 Literaturtage Hücker-Moor mehr Informationen
19.10.2017 Meinerzhagen mehr Informationen
26.10.2017 Theater Wuppertal mehr Informationen
17.11.2017 Weißenfels Theatertage mehr Informationen
19.11.2017 Staatstheater Kassel mehr Informationen

Gesine Cukrowski

Gesine Cukrowski, 1968 in Berlin geboren, absolvierte ihre Ausbildung an der Schauspielschule Maria Körber in Berlin. Sie wandte sich zunächst dem Theater zu, darunter das Theater Affekt in Berlin, die Volksbühne Berlin, das Theater Hannover und das Theater Basel. Ihren ersten Fernsehauftritt hatte Gesine Cukrowski 1987 als Schwester Irene in „Praxis Bülowbogen“, eine durchgehende Rolle übernahm sie 1995 in der TV-Serie „Und tschüss“. Seither war sie in mehr als 60 Film- und TV-Produktionen zu sehen. Aber auch dem Theater blieb die Schauspielerin weiterhin treu und war in deutschen, österreichischen und Schweizer Inszenierungen zu sehen.

1997 folgte die Rolle, die sie populär machte: Als Gerichtsmedizinerin Judith Sommer spielte sie bis 2007 an der Seite von Ulrich Mühe in der preisgekrönten Krimiserie „Der letzte Zeuge“. Zu ihren jüngeren Produktionen zählen die beiden Filme „Das Wunder von Berlin“ (2008) und „Die Spiegelaffäre“ (2014) unter der Regie von Roland Suso Richter, zudem der vielfach ausgezeichnete „Tatort – Blinder Glaube“ von Jürgen Bretzinger. Für ihr großes soziales und humanitäres Engagement erhielt Gesine Cukrowski 2012 den Hans-Rosenthal-Ehrenpreis.

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Karoline Eichhorn

Nach der Schulzeit und dem Schauspielstudium an der Essener Folkwang-Hochschule von 1986 bis 1989 debütierte Karoline Eichhorn als Anja im „Kirschgarten“ an der Berliner Schaubühne unter Peter Stein und bekam anschließend ein Engagement. Bis 1992 ging sie an das Schauspielhaus in Bochum, danach kehrte sie bis 1995 an die Schaubühne zurück. In den Jahren 2000 und 2003 spielte Karoline Eichhorn am Thalia Theater Hamburg, von 2001 bis 2003 am Burgtheater Wien. Zuletzt stand sie mit einem Gastengagement an den Hamburger Kammerspielen auf der Bühne.

In den 1990er Jahren begannen erste Fernseharbeiten. Karoline Eichhorn spielte unter anderem in „Drei Tage im April“,  „Der Sandmann“ und „Gegen Ende der Nacht“ mit. Für ihr schauspielerisches Talent erhielt sie den "Silbernen Löwen" als beste Nachwuchsdarstellerin und den "Goldenen Löwen" als beste Darstellerin. Es folgten weitere Rollen in Reihen wie TATORT und „Bella Block“, und in diversen Fernsehfilmen. Auch im Kino überzeugte Karoline Eichhorn zum Beispiel in „Der Felsen“ (Regie: Dominik Graf), der 2002 den Bayerischen Filmpreis gewann oder in „Ossi's Eleven". 2012 war sie Mitglied der Internationalen Jury des 61. Internationalen Filmfestivals Mannheim-Heidelberg.

Zu ihren jüngsten Arbeiten zählen „Täterätää! – Die Kirche bleibt im Dorf“.

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Claudia Michelsen

Claudia Michelsen

Direkt nach dem Abschluss ihres Studiums an der der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin erhielt Claudia Michelsen ein Engagement an der Berliner Volksbühne. Parallel zu ihrer Arbeit am Theater startete sie schon früh ihre Filmkarriere und spielte 1991 unter der Regie von Jean-Luc Godard in „Deutschland Neu(n) Null“, 1995 wurde sie mit dem Max-Ophüls-Preis als beste Nachwuchsdarstellerin ausgezeichnet.  

Für ihre Rolle in dem Stasi-Drama „12 heißt: Ich liebe Dich“ an der Seite von Devid Striesow wurde sie 2008 für den Deutschen Fernsehpreis und die Goldene Kamera nominiert. 2013 erhielt sie die Goldene Kamera als Beste Schauspielerin für den Zweiteiler „Der Turm“, der außerdem mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet wurde. Seit 2013 ermittelt sie mit Sylvester Groth im Magdeburger „Polizeiruf 110“.

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