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EBERHARD WEBER

Sein Vater war Orchestermusiker, in Berlin, in Stuttgart, Cellist. Auch Eberhard Weber hat mit dem Cello begonnen, mit sechs Jahren.
Als dem Schulorchester eines Tages kein Bassist zur Verfügung stand, war dies die Geburtsstunde des Bassisten Eberhard Weber. Er war bereit einzuspringen. Über Nacht erarbeitete er sich die Fingersätze für die Haydn-Partituren – und bestritt sein erstes Konzert auf dem für ihn neuen Instrument. Eine lohnende Entscheidung: Bassisten waren gefragt in diesen Tagen. Eine Schul-Jazzband engagierte ihn von der Stelle weg, Combos aus der Stadt und Umgebung klopften an.

Weber wurde Jazz-Musiker, spielte Swing, Standards, Tanzmusik der fünfziger Jahre. Als Jugendlicher sang er im „Horst Jankowski-Chor“ des Süddeutschen Rundfunks - ein Sprungbrett für die spätere Karriere. Horst Jankowski vermittelte ihm einen Assistentenjob bei einer Stuttgarter Filmfirma  – acht Jahre arbeitete er dort, brachte es  vom Assistenten des Produktionsleiters  zum Autor und Regisseur. Fernsehclips hat er gedreht, Werbe-, Industriefilme. Später wurde er Regie-Assistent bei Klaus Überall, bevor er zur IBM, für die er Promotion- und Industriefilme herstellte, wechselte. Er war schon damals mit Michael Baier befreundet, der für die IBM Industriefilme fertigte – und wurde dessen Nachfolger.

Der Musik, dem Jazz und dem Bass blieb er über all diese Jahre eng verbunden. Der Bassist des Wolfgang Dauner Trios lud ihn ein, „bei einer Jamsession, irgendwo in Kaltental oder Feuerbach“, einzusteigen. Das  war im Jahr 1962. Und es sollte Folgen haben: seit dieser Zeit war Weber festes Mitglied des neuen Dauner-Trios und avancierte zu einem der gefragtesten deutschen Bassisten: noch „Feierabend-Musiker“, spielte er schon Schallplatten ein mit Größen wie Baden Powell oder Stéphane Grappelli. Irgendwann Mitte der Sechziger stieß er beim Stöbern in einem Plattenladen auf eine Einspielung des Bill Evans Trios mit Scott LaFaro am Bass.
„Ich war fasziniert, habe Wolfgang die Platte vorgespielt. Das war die Initialzündung für die Änderung unseres  Stils.“

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