Udo
Wachtveitl

Der gebürtige Münchner hatte sein erstes Bühnenengagement mit 19 Jahren an der Schauburg München. Zwei Jahre später stand er für den Fernsehfilm „Die Weber“ (1979, Regie: Fritz Umgelter) erstmals vor der Kamera. Es folgten Filmrollen in einer Vielzahl hochkarätiger Produktionen, darunter „Bretter, die die Welt bedeuten“ (1979, Regie: Tom Toelle), „Kampf der Tiger“ (1986, Regie: Dieter Wedel), „Die Hexe von Köln“ (1988, Regie: Armin Müller-Stahl), „Vera Brühne“ (2001, Regie: Hark Bohm) sowie „Der blinde Fleck“ und „Meister des Todes“ (2013 - 2015, Regie: Daniel Harrich).

Daneben gastierte er an renommierten Spielstätten wie dem Thalia Theater in Hamburg, dem Münchner Volkstheater und dem Théâtre National du Luxembourg. Sein Kinodebüt gab Wachtveitl in der französischen Produktion „Der Glückspilz“ (1988, Regie: Claude Lelouch ). Bereits seit 1991 ermittelt Udo Wachtveitl im Münchner „Tatort“ und bildet mit seinem Kollegen Miroslav Nemec das dienstälteste Ermittler-Team der ARD. Für seine Darstellung hat er u.a. den Goldenen Löwen, den Bayerischen Fernsehpreis sowie zweimal den Grimme-Preis erhalten.

Udo Wachtveitl ist aber auch als Autor, Regisseur und Musiker erfolgreich. Für Drehbuch und Regie zeichnete er erstmals im Jahr 1998 verantwortlich: in der SWR-Produktion „Silberdisteln“,  mit Harald Juhnke, Rosemarie Fendel und Dieter Hildebrandt in den Hauptrollen. 2000 war er für die Filmkomödie „Krieger und Liebhaber“ erneut als Regisseur tätig. Neben seinen zahlreichen Bühnen-, Film- und Fernsehauftritten arbeitet Udo Wachtveitl als künstlerischer Sprecher, nimmt Hörbücher auf und tourt mit wechselnden Musikprogrammen im deutschsprachigen Raum. Der Magister der Philosophie hat für die Architekturfachzeitschrift „Baumeister“ über zwei Jahre Kolumnen geschrieben. 2007 betätigte er sich als Stadtdenker in Flensburg. Außerdem ist er Mitherausgeber des Buchs „Tatort. Die Architektur, der Film und der Tod.“ (2013).

Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl "Eine Weihnachtsgeschichte" - nach Charles Dickens

Sie ist – neben der Geschichte von Jesu Geburt – das vermutlich meisterzählte Literatursujet der Adventszeit: Charles Dickens' „Weihnachtsgeschichte“. Die sozialkritische Erzählung über den alten Geizhals Ebenezer Scrooge, der am Vorabend des Weihnachtsfests von vier Geistern heimgesucht wird und durch sie seine Menschlichkeit wiederentdeckt, ist ein Klassiker. Kein Theater, das dieses Werk nicht schon mehrfach gespielt hat.

Warum dann eine neue Fassung? Der Regisseur und Produzent Martin Mühleis hat mit Bühnenbearbeitungen von literarischen Werken in den vergangenen Jahren große Erfolge gefeiert. Allein seine Bearbeitung von Erich Kästners autobiographischer Erzählung "Als ich ein kleiner Junge war" mit Walter Sittler in der Hauptrolle wurde mehr als 400 Mal gespielt. Für die beiden Schauspieler Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl hat er nun gemeinsam mit dem Komponisten Libor Síma ein musikalisches Bühnenmärchen geschaffen. Es erinnert in seiner Ästhetik an alte Schwarzweißfilme und spielt mit Elementen literarischer Revuen. Durch die Musik und die geschickte Lichtregie werden Räume geschaffen - und doch spielt der literarische Text immer die Hauptrolle, Tempo, Rhythmus, Struktur der Novelle bleiben auch in der Lesefassung bewahrt.

Zeitlos und aktuell erscheint diese 1843 erstmals veröffentlichte Geschichte. Gerade in einer Zeit der Egozentrik, mit Ich-AGs und iPhones, betont das Werk von Charles Dickens den Wert der Nächstenliebe und eines empathischen Umgangs miteinander. Und in der Interpretation von Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl erhält die Erzählung, trotz des moralischen Grundtons, eine unglaubliche Lebendigkeit. Beiden gelingt es im Zusammenspiel mit der Bühnenmusik den typischen, skurrilen britischen Humor auf anrührende Weise herauszuarbeiten.

Ein wunderbarer Adventsabend, der die Zuschauer auf das nahende Weihnachtsfest einstimmt.

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Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl "Eine Weihnachtsgeschichte" - nach Charles Dickens

Datum Ort  
16.12.2017 Stadttheater Elmshorn mehr Informationen
17.12.2017 Robert-Schumann-Saal Düsseldorf (Doppelvorstellung) mehr Informationen
18.12.2017 Theater im Park Bad Oyenhausen mehr Informationen
19.12.2017 Landestheater Detmold mehr Informationen
20.12.2017 Theaterhaus Stuttgart mehr Informationen
21.12.2017 Theater der Stadt Schweinfurt mehr Informationen
22.12.2017 Theater der Stadt Schweinfurt mehr Informationen
23.12.2017 Stadttheater Rüsselsheim mehr Informationen