Walter
Sittler

Als jüngstes von acht Kindern wurde Walter Sittler Anfang der 1950er Jahre in Chicago, USA geboren. Nachdem seine Eltern – ein amerikanischer Germanistik-Professor und eine deutsche Lehrerin – 1959 nach Deutschland zurückkehrten, verbrachte er einen Großteil seiner Schulzeit in verschiedenen deutschen Internaten, unter anderem in Salem am Bodensee. Nach dem Abitur lebte er für ein Jahr bei seiner Schwester in Lima/Peru, lernte dort Spanisch und beschloss nach seiner Rückkehr, Medizin zu studieren. Die Wartezeit auf einen Studienplatz überbrückte er als Pfleger in verschiedenen Kliniken.

1977 begleitete er einen Freund zur Weihnachtsfeier der Otto-Falckenberg-Schule in München und war von der Schauspielerei so begeistert, dass er sich spontan bewarb – und angenommen wurde. Nach seiner Schauspielausbildung hatte er zwei jeweils siebenjährige feste Engagements am Nationaltheater Mannheim und am Staatstheater Stuttgart, wo er mit Regisseuren wie Jürgen Bosse und Martin Kusej zusammengearbeitet hat.

Dem Fernsehpublikum wurde Walter Sittler durch seine Serienhauptrolle in der erfolgreichen ZDF-Serie „Girl Friends“ bekannt. Einen besonderen Stellenwert hat die RTL-Comedy „Nikola“, bei der er an der Seite von Mariele Millowitsch die Rolle des „Dr. Robert Schmidt“ mit großem Erfolg spielt. Die Serie „Nikola“ erhielt 1998 den Adolf-Grimme-Preis sowie 1997 den Sonderpreis „Goldene Rose“ in Montreux.

Walter Sittler spielte zahlreiche Hauptrollen in Fernsehfilmen und gilt als einer der beliebtesten Fernseh-Schauspieler unserer Zeit im deutschsprachigen Raum. Seit 2007 spielt er die Titelfigur in der erfolgreichen ZDF-Reihe "Der Kommissar und das Meer". Außerdem verkörpert er Erich Kästner in den beiden Bühnenproduktionen „Prost, Onkel Erich“ und „Als ich ein kleiner Junge war“. Letztere wurde 2009 mit dem Erich-Kästner-Preis für Literatur ausgezeichnet. Neben seiner künstlerischen Arbeit, erhebt er regelmäßig seine Stimme zu gesellschaftspolitisch relevanten Fragen und überzeugt durch sein Engagement für Bildung und Demokratie.

Walter Sittler
Walter Sittler
Walter Sittler

Walter Sittler spielt Erich Kästner "Als ich ein kleiner Junge war"

Der grosse Komödiant Walter Sittler in einer grandiosen Solorolle. 
Ein stilles Meisterwerk über die Kraft des Erinnerns

Es ist Weihnachten. Der letzte König von Sachsen spaziert allein durch die abendlich funkelnde Prager Straße und bleibt nachdenklich vor den schimmernden Schaufenstern stehen. Für Kinderkleider und Spielwaren interessiert er sich am meisten. Es schneit. In den Läden glitzern die Christbäume. Und die Passanten stoßen sich an und flüstern: „Der König!“. Er ist einsam.

Weihnachtlich beginnt die autobiographische Erzählung Erich Kästners über seine Kindheit und das Weihnachtsfest nimmt in der Kindheit des kleinen Erich einen großen Platz ein. Walter Sittler spielt Erich Kästner in einem grandiosen inszenierten Monolog. Die Situation: ein Raum, Ende der vierziger Jahre in einer irgendeiner deutschen Stadt. Sieben Menschen, ein Schriftsteller und sechs Musiker, die hier gestrandet sind. Draußen auf dem Boulevard der Morgen, der sich bläulich getönt ankündigt. Und während der große deutsche Autor mit den Augen eines Erwachsenen und mit dem Herzen eines Kindes aus dem Füllhorn seiner Erinnerungen zu erzählen beginnt, setzen sich die Musiker nach und nach an ihre Instrumente, begleiten die Geschichten, kommentieren sie, treiben sie voran. 

Es sind nachdenkliche Erinnerungen an das Leben eines kleinen Jungen, der den Launen eines verrückten Jahrhunderts mit kindlicher Gradlinigkeit und voller Lebensfreude entgegen getreten ist. Und man ist verwirrt: so vieles hat sich geändert im Verlauf der letzten hundert Jahre – und fast alles ist gleich geblieben!

Nach über 200 Vorstellungen zählt das Stück zu den erfolgreichsten Theater-programmen der letzten vier Jahre. Und noch immer steht es auf dem Spielplan. Walter Sittler, Martin Mühleis und Libor Sima wurden für die Produktion im Jahr 2009 mit dem renommierten Erich-Kästner-Literatur-Preis ausgezeichnet. 

Die Begründung der Jury: "Dem Projekt „Als ich ein kleiner Junge war“ gelingt eine Transformation der Kästnerschen Prosa-Erinnerungen in die szenische Präsentation auf einem neuen Weg, der auch jede noch so verdiente und intelligente Text-Lesung weit hinter sich lässt. Das ist Traditionserneuerung in medialer Vermittlung, die unbedingt das Prädikat der Leuchtturmstellung für nachkommende Ensembles verdient."

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Prost Onkel Erich!

Walter Sittler spielt Erich Kästner "Prost, Onkel Erich! Oder: Vom Kleinmaleins des Seins"

Die Fortsetzung der Lebensgeschichte Erich Kästners

„Nur wer erwachsen wird, und ein Kind bleibt, ist ein Mensch.“ (Erich Kästner) Aus dem kleinen Jungen ist ein junger Mann geworden. Man schreibt das Jahr 1919. Der 1. Weltkrieg ist verloren - und schon hat die Politik die Menschen wieder an der Gurgel. Nahrungsmittel werden knapp, Kohlen fehlen, die Deutschen hungern und frieren. Erich Kästner ist von Dresden nach Leipzig gezogen und hat begonnen zu studieren.

Dort, wo die erfolgreiche Produktion „Als ich ein kleiner Junge war“ endet, beginnt der zweite Teil der Geschichte: Walter Sittler erzählt, im Ensemble mit den sechs Musikern unter der Leitung Libor Simas, die Lebensgeschichte Erich Kästners weiter. Gemeinsam begeben sich die sieben Protagonisten auf einen Streifzug durch das Leben eines Moralisten, porträtierten einen „konsequenten deutschen Poeten“ (Hermann Kesten) - in Gedichten, Briefen und Kurzgeschichten. Sie erzählen vom Rausch Berlins in den Zwanziger Jahren – und vom Kater, der darauf folgte. Und sie beschreiben die Liebe, die Kästner zeitlebens zu seiner Mutter verband. Und so zählen die Erinnerungen Erich Kästners an gemeinsam mit seinen Eltern verbrachte Weihnachtsabende zu den  Höhepunkten dieses  bewegenden Stücks - mal melancholisch, manchmal ernst, immer aber mit viel Herz und Humor. 

Erich Kästner ist einer der wichtigsten Chronisten des vergangenen Jahrhunderts, ein humorvoller Beobachter und scharfzüngiger Mahner von nicht bremsbarer Aktualität. Er glaubte, wie die Psychoanalytiker, man müsse zur Kindheit zurückgehen, um die Neurosen der Menschheit zu heilen. Er glaubte an Erziehung und Bildung, an den Frieden und die Humanität, und predigte sie den Kindern wie den Erwachsenen. Mit über 200 Vorstellungen und mehr als 80.000 Besuchern zählt der erste Teil „Als ich ein kleiner Junge war“ zu den erfolgreichsten deutschsprachigen Theaterproduktionen der letzten drei Jahre. Der große Schauspieler Walter Sittler wieder in einer großartigen Titelrolle. Ein Theatererlebnis!

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Walter Sittler spielt Erich Kästner "Als ich ein kleiner Junge war"

Datum Ort  
01.12.2017 Theaterhaus Stuttgart // "Als ich ein kleiner Junge war" mehr Informationen
02.12.2017 Theaterhaus Stuttgart // "Als ich ein kleiner Junge war" mehr Informationen
03.12.2017 Theaterhaus Stuttgart // "Prost, Onkel Erich" mehr Informationen
07.12.2017 Stadttheater Herford // "Als ich ein kleiner Junge war" mehr Informationen
08.12.2017 Medio Rhein Erft Bergheim-Mitte // "Als ich ein kleiner Junge war" mehr Informationen
14.12.2017 Stadttheater Fürth // "Als ich ein kleiner Junge war" mehr Informationen
15.12.2017 Barbara-Künkelin-Halle Schorndorf // "Als ich ein kleiner Junge war" mehr Informationen
17.12.2017 Kunstgesellschaft Thun (CH) // "Als ich ein kleiner Junge war" mehr Informationen
20.12.2017 Stadttheater Olten (CH) // "Prost, Onkel Erich!" mehr Informationen
21.12.2017 Theaterhaus Stuttgart // "Als ich ein kleiner Junge war" mehr Informationen
22.12.2017 Theaterhaus Stuttgart // "Als ich ein kleiner Junge war" mehr Informationen
23.12.2017 Theaterhaus Stuttgart // "Prost, Onkel Erich!" mehr Informationen
12.01.2018 Congressforum Frankenthal // "Als ich ein kleiner Junge war" mehr Informationen
15.01.2018 Kurtheater Bad Homburg // "Als ich ein kleiner Junge war" mehr Informationen
16.01.2018 Kurtheater Bad Homburg // "Als ich ein kleiner Junge war" mehr Informationen
20.01.2018 Stadttheater Elmshorn // "Als ich ein kleiner Junge war" mehr Informationen
21.01.2018 Stadttheater Lippstadt // "Prost, Onkel Erich!" mehr Informationen
13.04.2018 Theater Münster // "Als ich ein kleiner Junge war" mehr Informationen
25.04.2018 Prinzregententheater München // "Als ich ein kleiner Junge war" mehr Informationen

Walter Sittler spielt Erich Kästner "Prost, Onkel Erich! Oder: Vom Kleinmaleins des Seins"

Datum Ort  
01.12.2017 Theaterhaus Stuttgart // "Als ich ein kleiner Junge war" mehr Informationen
02.12.2017 Theaterhaus Stuttgart // "Als ich ein kleiner Junge war" mehr Informationen
03.12.2017 Theaterhaus Stuttgart // "Prost, Onkel Erich" mehr Informationen
07.12.2017 Stadttheater Herford // "Als ich ein kleiner Junge war" mehr Informationen
08.12.2017 Medio Rhein Erft Bergheim-Mitte // "Als ich ein kleiner Junge war" mehr Informationen
14.12.2017 Stadttheater Fürth // "Als ich ein kleiner Junge war" mehr Informationen
15.12.2017 Barbara-Künkelin-Halle Schorndorf // "Als ich ein kleiner Junge war" mehr Informationen
17.12.2017 Kunstgesellschaft Thun (CH) // "Als ich ein kleiner June war" mehr Informationen
20.12.2017 Stadttheater Olten (CH) // "Prost, Onkel Erich!" mehr Informationen
21.12.2017 Theaterhaus Stuttgart // "Als ich ein kleiner Junge war" mehr Informationen
22.12.2017 Theaterhaus Stuttgart // "Als ich ein kleiner Junge war" mehr Informationen
23.12.2017 Theaterhaus Stuttgart // "Prost, Onkel Erich!" mehr Informationen
12.01.2018 Congressforum Frankenthal // "Als ich ein kleiner Junge war" mehr Informationen
15.01.2018 Kurtheater Bad Homburg // "Als ich ein kleiner Junge war" mehr Informationen
16.01.2018 Kurtheater Bad Homburg // "Als ich ein kleiner Junge war" mehr Informationen
20.01.2018 Stadttheater Elmshorn // "Als ich ein kleiner Junge war" mehr Informationen
21.01.2018 Stadttheater Lippstadt // "Prost, Onkel Erich!" mehr Informationen
13.04.2018 Theater Münster // "Als ich ein kleiner Junge war" mehr Informationen
25.04.2018 Prinzregententheater München // "Als ich ein kleiner Junge war" mehr Informationen
Gerd Leipold

Gerd Leipold

Der promovierte Ozeanograph Gerd Leipold wurde 1951 in Rot an der Rot in Oberschwaben geboren. Er studierte erst Physik an der Ludwig Maximilian Universität in München und dann physikalische Ozeanographie an der Universität Hamburg und am Scripps Institution of Oceanography in La Jolla, Kalifornien. Während seiner Arbeit am Max-Planck-Institut für Klimaforschung in Hamburg kam Leipold Anfang der 80er Jahre mit der damals jungen Umweltorganisation Greenpeace in Berührung.

Zunächst war er freiwilliger Mitarbeiter, Ende 1982 wurde er Mitgeschäftsführer von Greenpeace Deutschland. Er wirkte an zahlreichen Aktionen mit, sein Themen-Schwerpunkt waren Meeresverschmutzung, Anti-Atomtest-Kampagnen und die "Nuclear Free Seas Campaign". Besonders spektakulär: Anfang der 1980er Jahre fuhr er einen Heißluftballon am Vier-Mächte-Himmel über die Berliner Mauer von West nach Ost und war mit einem Greenpeace-Schiff im pazifischen Atomtestgebiet Moruroa unterwegs.

Von 1990 bis 2001 lebte Leipold in London und arbeitet zunächst für Greenpeace International, anschließend als Berater internationaler NGOs. Von 2001 bis 2009 
war er als Geschäftsführer von Greenpeace International verantwortlich für die weltweiten Aktivitäten von Greenpeace.

Gerd Leipold arbeitet heute als Umweltberater für internationale Unternehmen und beschäftigt sich mit dem Energiethema. Unter anderem berät er die Deutsche Telekom und McDonald’s Germany. Er ist Vater von zwei erwachsenen Kindern, 
die in London studieren. Leipold, der bis in die frühen Studienjahre hinein auch als Organist tätig war, interessiert sich neben dem Beruf für klassische Musik, Fußball und Kochkunst.

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