MARTIN MÜHLEIS

Martin Mühleis ist Regisseur, Produzent und Verleger, Absolvent der Münchner Hochschule für Fernsehen und Film. Seine erste Fernseharbeit war der 1979 für das ZDF produzierte Dokumentarfilm „Fünf Minuten Ende Der Welt“ (ZDF 1979; 70 min; s/w), der mit dem Prädikat „Besonders Wertvoll“ ausgezeichnet wurde. 

Mehr als fünfzehn abendfüllende Filme sind danach entstanden für den SDR, den Bayerischen Rundfunk, den WDR, Radio Bremen und das ZDF. Dann hat er sich aufs Land zurückgezogen, dort einen Handwerksbetrieb geleitet, ein denkmalgeschütztes Gebäude vor dem Abriss bewahrt, darin ein Restaurant aufgebaut (www.herrengass-gschwend.de) und auf dem selben Areal mit Freunden das Kulturzentrum bilderhaus gegründet. (www.bilderhaus.de) Hier hat er begonnen, musikalische und musikalisch-literarische Produktionen zu realisieren. Im Jahr 2006 kehrte er zurück zur Kreativität als Broterwerb und begann, Bühnenprogramme jetzt auch außerhalb des bilderhauses zu entwickeln. Seitdem spielen seine Programme in vielen schönen Theatern zwischen Hamburg und München. Seine Bearbeitung der Erich-Kästner-Erzählung "Als ich kleiner Junge war" ist mit mittlerweile 404 Vorstellungen eine der erfolgreichsten literarischen Bühnenproduktionen in Deutschland. Seine Produktion "Ahab" wurde von der Staatskapelle Dresen uraufgeführt und über seine Bühnenballade "Seide" mit Joachim Król schrieb die Berliner Zeitung: „Man kann dem Autor Allessondro Baricco nur wünschen, dass er das einmal erleben kann. Diese Form zeigt, was möglich ist, um Literatur populär zu machen.“ 

Zunächst für die Zweitverwertung seiner Bühnenprogramme gedacht, hat sich die im Jahr 2008 gegründete sagas.edition zu einem eigenständigen unternehmerischen Standbein entwickelt. Schon ein Jahr nach ihrer Gründung konnte Martin Mühleis auch als Verleger einen ersten Erfolg feiern: Ulrich Kienzles "Abschied von 1001 Nacht" wurde von der Kritik gefeiert und Stand 19 Wochen lang in der Spiegel-Bestseller-Liste.