Leslie Malton
Leslie Malton ist die Tochter einer Wienerin und eines US-Amerikaners. Sie wurde in Washington D.C. geboren und verbrachte ihre Schulzeit in Wien. Nach dem Abitur absolvierte sie ihre Schauspielausbildung an der Royal Academy of Dramatic Arts in London. Ihr erstes Engagement führte sie ans Wiener Burgtheater, wo sie von 1985 bis 1989 festes Ensemblemitglied war und als Ophelia in William Shakespeares „Hamlet“ reüssierte.
In Wien und in ihrer zweiten Station, dem Münchner Residenztheater, wo sie von 1989 bis 1993 engagiert war, arbeitete sie regelmäßig mit bedeutenden Regisseuren wie u.a. George Tabori zusammen. Auf ihr Münchner Engagement folgten fünf Jahre am Schauspielhaus Zürich und sechs Jahre am Schauspiel Frankfurt. Zuletzt war Leslie Malton 2020 am Staatstheater Wiesbaden in der Titelrolle der „Wassa Schelesnova“ zu sehen.
Einem großen Publikum ist Leslie Malton vor allem durch ihre umfangreiche Film- und TV-Arbeit bekannt. Ihr Kinodebüt gab sie in Ulrich Schamonis „Das Traumhaus“, ihren Durchbruch für das deutsche TV-Publikum hatte sie 1992 mit einer der Hauptrollen in dem Vierteiler „Der große Bellheim“, für die sie 1993 mit dem Bayerischen Fernsehpreis ausgezeichnet wurde. Seitdem hat Leslie Malton in mehr als 140 Filmen mitgewirkt und zählt seit Jahren zu den beliebtesten Schauspielerinnen dieses Landes.
Zahlreiche Auszeichnungen würdigen ihr Schaffen, zuletzt 2024 der Preis der Filmkritik für ihre Rolle in dem Kinderfilm „Kannawoniwasein“, sowie, ebenfalls in diesem Jahr, der bedeutendste deutsche Medienpreis, der Grimme-Preis für ihre Mitwirkung in dem Film „Drei Frauen – ein Krieg“.
Leslie Malton unterstützt seit 2011 ehrenamtlich das Projekt „Deutsche Winterreise“ des Autors Stefan Weiller als Sprecherin. Das Projekt macht bei Benefizveranstaltungen in einem Lieder- und Textzyklus auf die Situation von Wohnungslosen aufmerksam. Seit 2013 ist sie Botschafterin für Kinder mit Rett-Syndrom in Deutschland.